Unfallprognose 2022: Wie erwartet mehr Verkehrstote nach Corona-Jahren

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Für das Jahr 2022 wird laut Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) die Zahl der Verkehrstoten um mehr als 220 auf etwa 2.790 steigen. Das entspricht einem Anstieg um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch werden voraussichtlich mehr Verletzte (plus 9 Prozent) und insgesamt mehr Unfälle (plus 4 Prozent) zu verzeichnen sein. Dennoch blieben die Zahlen leicht unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) rechnete mit dieser Entwicklung, da die historischen Tiefstände der Unfallzahlen in den beiden Vorjahren vor allem durch die Mobilitätseinschränkungen der Corona-Maßnahmen bedingt waren.

Prof. Kurt Bodewig, Präsident der DVW: „Die beiden Corona-Jahre haben den Unfallzahlen vielleicht gutgetan, leider ist der Straßenverkehr dadurch aber nicht plötzlich viel sicherer geworden. Besonders der sprunghafte Anstieg des Radverkehrs und der Fahrradunfälle hat gezeigt, dass auf dem Weg zur Vision Zero noch viel zu tun bleibt. Und auch wenn die Langzeitentwicklung eine leicht positive Tendenz zeigt, verlor in diesem Jahr trotzdem alle drei Stunden ein Mensch sein Leben im Straßenverkehr. Das kann niemanden zufriedenstellen. Darum ist es gut, dass die Verkehrswacht wieder aktiver sein kann.“

Für die Verkehrssicherheitsarbeit der DVW war das Jahr 2022 wieder besser gelaufen. Viele Präventionsveranstaltungen für die relevanten Zielgruppen wie zum Beispiel Radfahrende, Kinder oder ältere Menschen konnten wieder stattfinden. Auch Fahrsicherheitstrainings und die wichtige Radfahrausbildung in der Grundschule waren weitgehend gut angelaufen. Hinzu kommt, dass die DVW neue digitale Projekte anstoßen konnte und sich stärker im Bereich Elektrotretroller (E-Scooter) engagieren wird.

IHR ANSPRECHPARTNER

Heiner Sothmann
Pressesprecher
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