Unfallbilanz 2021: Rekordtief bei Zahl der Verkehrstoten

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In 2021 sind laut Statistischem Bundesamt (Destatis) 2 569 Menschen im Straßenverkehr tödlich verunglückt. Das sind 150 Verkehrstote weniger als im Vorjahr. Damit sei die Zahl auf den niedrigsten Stand seit der Aufzeichnung vor über 60 Jahren gesunken. Auch die Zahl der Verletzten sank um 2 Prozent auf rund 321 000 Personen. 
Für die Deutsche Verkehrswacht (DVW) ist die Unfallentwicklung auf den ersten Blick positiv zu bewerten. Besonders der starke Rückgang bei den getöteten Radfahrenden ist erfreulich. Dennoch habe sich auch das Verkehrsaufkommen während der Corona-Pandemie verringert und so die Bilanz beeinflusst. Zudem kämen im Straßenverkehr immer noch sieben Menschen pro Tag ums Leben und das sei kein Grund für eine Entwarnung.

DVW-Präsident Prof. Kurt Bodewig: „Rekordtief bei der Zahl der Verkehrstoten klingt erstmal gut und ich freue mich sehr, dass wir beim Radverkehr eine leichte Entspannung sehen. Aber wir haben lediglich einen Etappensieg auf dem Weg zur Vision Zero errungen. Nach der Corona-Pandemie wird sich zeigen, was von den Rekorden noch übrig ist, denn die Unfallzahlen erhöhen sich wieder.“

Insgesamt wurden 2021 rund 2,3 Millionen Unfälle aufgenommen, ein Plus von 3 Prozent. Laut den detaillierten Auswertungen von Destatis waren die Unfallzahlen bei fast allen Verkehrsteilnahmearten bis November 2021 rückläufig. Besonders erfreulich ist das im Bereich Fahrrad, wo die Zahlen bislang stagnierten oder sich sogar erhöhten. Im Vergleich zu 2020 starben 50 Fahrrad- und 12 Pedelecfahrende weniger im Verkehr. Auch die Zahl der getöteten Fußgängerinnen und Fußgänger ist um 45 gesunken.

IHR ANSPRECHPARTNER

Heiner Sothmann
Pressesprecher
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