Kinder – Unfallstatistik

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

Kinder gehören zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern und haben einen hohen Grad an Schutzbedürftigkeit. Aufgrund ihrer entwicklungsbedingten Besonderheiten sehen, hören und erleben sie den Straßenverkehr anders als Erwachsene. Was für Erwachsene selbstverständlich erscheint, müssen Kinder noch lernen. Ihre Wahrnehmungssinne und die Fähigkeit, sich zu konzentrieren, sind noch nicht voll ausgebildet. Vor allem jüngere Kinder lassen sich leicht ablenken und reagieren spontan. Erst zum Ende der Kindergartenzeit mit ungefähr 6 Jahren stellt sich ein Gefahrenbewusstsein ein.

Kindliche Mobilität

In keiner Lebensphase verändert sich das Mobilitätsverhalten so rapide wie in der Kindheit. Die Unfallzahlen zeigen deutlich, dass Kinder zu Beginn ihrer Teilnahme am Straßenverkehr, ob zu Fuß oder auf dem Fahrrad, extrem gefährdet sind. Während Kinder im Auto durch Kinderrückhaltesysteme und moderne Technik recht gut geschützt werden können, gibt es beim Gehen oder Radfahren keine passive Schutzmöglichkeit – hier zählen neben der Aufsichtsperson ausschließlich die kognitiven Fähigkeiten des Kindes.

Unfallzahlen 2017

Im Jahr 2017 verunglückten 5.980 Kinder unter 6 Jahren im Straßenverkehr. Davon wurden 1.016 schwer verletzt, 19 starben. Am häufigsten verunglücken Kinder unter 6 Jahren als Mitfahrer im Pkw, danach folgen Unfälle als Fußgänger und mit dem Fahrrad.  

Unfallzahlen Kinder unter 6 Jahre
Quelle:  Destatis. Kinderunfälle im Straßenverkehr 2017

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