Sicher zur Schule nach dem Lockdown

Schulweg (1)

Nachdem die Corona-Infektionszahlen langsam sinken, öffnen viele Bundesländer ab dem 22. Februar 2021 die Schulen teilweise für den Präsenzunterricht. Für tausende Schulkinder heißt es also wieder, den Weg ins Klassenzimmer anzutreten. Dabei gilt es nicht nur die Verkehrssicherheit im Blick zu behalten, sondern auch Verhaltensregeln zum Infektionsschutz zu beachten. Neben den allgemeinen Hygieneregeln sollten vor allem der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten und Kontakte reduziert werden.

Schulwegtraining auffrischen

Nach Möglichkeit sollten Grundschulkinder zu Fuß zur Schule gehen. Nur dann machen sie wichtige Erfahrungen im Straßenverkehr. Die Bewegung ist zudem gesund, hält fit und macht wach. Durch den Lockdown hatten aber insbesondere Kinder der ersten Klasseweniger Gelegenheit, den sicheren Weg zum Schulgebäude zu verinnerlichen. Hierbei kann das Schulwegtraining durch die Eltern nochmal aufgefrischt und mit Infektionsschutzmaßnahmen ergänzt werden. Es werden also nicht nur die sichere Route eingeübt und Gefahrenpunkte besprochen, sondern auch wie der Abstand zu anderen eingehalten werden kann. Wie verhält es sich zum Beispiel beim Warten an der Ampel oder wenn der Schulweg gemeinsam mit anderen Kindern gelaufen wird? Gegebenenfalls ist auch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Schulumfeld vorgeschrieben und kann beim Schulwegtraining eingebaut werden. Die Vorgaben und Empfehlungen der einzelnen Bundesländer sind hier zu beachten.

Mit dem Fahrrad

Nach der Radfahrausbildung sind Kinder soweit, den Schulweg mit dem Fahrrad auch allein sicher zu meistern. Hier können Eltern ebenfalls auf Risiken und richtige Verhaltensweisen sowie den sicheren Abstand zu anderen eingehen. Wird in Gruppen zur Schule gefahren, sollten diese nach Möglichkeit klein gehalten werden und einen festen eingegrenzten Personenkreis haben. Der Fahrradhelm ist in jedem Fall dringend empfohlen.

Im Elterntaxi

Die Mindestabstände sind zu Fuß und auf dem Rad noch leicht einzuhalten. Im Auto und Schulbus ist mehr Aufmerksamkeit gefragt. Wenn auf das sogenannte „Elterntaxi“ nicht verzichtet werden kann, ist besonders beim Aussteigen darauf zu achten, dass es nicht zu Gruppenbildung kommt. Bestenfalls werden die Kinder in einiger Entfernung vom Schulgelände an einer sicheren Stelle abgesetzt. Das verhindert auch das Park-Chaos vor dem Schultor. Sie sollten zudem nur auf der Gehwegseite aussteigen und vor dem Öffnen der Autotür die Umgebung im Blick behalten. Werden weitere Kinder aus anderen Haushalten mitgenommen, ist auch hier ein kleiner und fester Personenkreis besser. Auf die geltenden Bestimmungen ist dabei zu achten.

Im Schulbus

Schulbusse gehören zu den sichersten Verkehrsmitteln für Schülerinnen und Schüler. Durch die höhere Fahrgastzahl ist jedoch auch das Infektionsrisiko erhöht. Daher sollte hier besonders auf den Abstand und das Tragen eines Mundschutzes geachtet werden, sofern dieser vorgeschrieben ist. Ruhe und Geduld sind also gefragt, um Gedränge beim Ein- und Aussteigen zu vermeiden. Beim Betreten des Busses sollte die Sitzplatzverteilung nach Möglichkeit gleichmäßig im ganzen Fahrzeug sein.

IHR ANSPRECHPARTNER

Heiner Sothmann
Pressesprecher
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