Nach Zeitumstellung mehr auf Fußgänger achten

Am Sonntag, den 25. Oktober werden die Uhren auf die Normalzeit zurückgestellt und die Sonne geht dann eine Stunde früher unter. Verkehrsteilnehmer sind dann vermehrt bei Dämmerung und Dunkelheit unterwegs. Vor allem Fußgänger verunglücken jetzt häufiger, wobei die Überquerung von Fahrbahnen besonders gefährlich ist. Einer der Gründe ist eine schlechte Sichtbarkeit aber auch mangelnde Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer.

Erhöhtes Unfallrisiko

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) verunglückten 2019 allein in den Monaten November, Dezember und Januar 9479 Menschen zu Fuß im Straßenverkehr, 163 von Ihnen verloren ihr Leben. Im Vergleich zum übrigen Jahr ist hier das Risiko, zu verunglücken im Durchschnitt etwa 37 Prozent höher. Das Risiko, getötet zu werden, ist fast doppelt so hoch!

Sicherheit durch Sichtbarkeit

Um in der dunklen Jahreszeit das Unfallrisiko für Fußgänger zu senken, empfiehlt die Deutsche Verkehrswacht (DVW), helle Kleidung mit reflektierenden Elementen zu tragen und so die Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Beim Überqueren von Straßen und Wegen sollten bevorzugt Ampeln und Fußgängerüberwege genutzt werden. Sind diese nicht vorhanden, ist nach Möglichkeit ein gut beleuchteter Bereich mit freier Sicht zu nutzen. Nachdem sich vergewissert wurde, dass die Fahrbahn frei und ausreichende Sicht gegeben ist, muss diese zügig und auf dem kürzesten Weg überquert werden.

Autofahrer in der Pflicht

Häufigster Unfallgegner der ungeschützten Fußgänger ist nach wie vor der PKW. Oft stoßen Sie beim Abbiegen mit ihnen zusammen. Hier sind ein angemessenes Tempo und der Schulterblick wichtig. Eine angepasste Geschwindigkeit gilt besonders bei schlechten Sichtverhältnissen. Autofahrer müssen sich hier an das Sichtfahrgebot halten. Das bedeutet, die Fahrgeschwindigkeit muss so gewählt werden, dass das Auto innerhalb der einsehbaren Strecke sicher zum Stehen gebracht werden kann. Dies ist vor allem in Gegenden mit viel Fußverkehr geboten wie zum Beispiel Wohngebiete, belebte Innenstädte oder Knotenpunkte des ÖPNV.

IHR ANSPRECHPARTNER

Heiner Sothmann
Pressesprecher
fahrrad@verkehrswacht.de030-516510521

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